Für Papierkram bringe ich momentan nur Verachtung auf. Mein Studium ist endlich abgeschlossen, die Sonne geht nur noch unter, um am nächsten Tag noch kräftiger über Berlin zu scheinen, und meine Gedanken sind nicht nur frei, sondern sorglos.
Und dennoch: Washington wartet. Es heißt, diese Stadt riecht, atmet und schmeckt Politik und Medien. So jedenfalls Reiseführer, die von der “Financial Times” empfohlen werden.
Für mich wird es zunächst aber weniger Geschmacksfeuerwerke geben. Mein Visum will beantragt werden, meine Wohnung gesucht werden, mein Englisch getrimmt und mein Stundenplan vollgepackt werden. Und das bleibt zum Glück an mir hängen. Endlich freiwilliger Organisationsstress.
Die Sonne und Du, lieber Herr Stress, gehören auch zum Sommer dazu.